Roman Antonov

    DJ in den Bereichen Techno / Minimal / House / Disco / Deep House

    Durch Panopticum gefördert und hervorgegangen.

    Veranstalter der Partyreihe Forgotten Treasures.

    DJ und Veranstalter Roman Antonov

    In der Blogkategorie der Künstlervorstellungen werden interessante Artists beleuchtet. Nach einem lockeren Treffen, in welchem bestimmte künstlerbezogene Fragen gestellt und beantwortet werden, folgt ein Blogbeitrag. Viel Spaß beim Lesen und Informieren!

    Die Anfangszeit

    Bevor es tatsächlich mit der elektronischen Musik losging, war Roman in den berüchtigten Lokalitäten auf der „Theo“ unterwegs.
    Das „Feiern“, wie es dort praktiziert wurde, gefiel ihm nicht, Musik spielte dort nur eine untergeordnete Rolle.

    Als er eingängigen Deep House kennenlernte, brachte das sein Empfinden für Musik auf eine neue Stufe.
    Im gleichen Jahr, in dem Roman die elektronische Musik kennenlernte – das war 2014, ging es auch direkt schon auf die Nature One.
    Das Gefühl zu wissen, dass es Leute gibt, die aufgrund der Musik in einen Club gehen, empfand Roman als sehr befreiend.
    Innerhalb der „Technoclubs“ und der Szene im Allgemeinen fühlte sich Roman wohl und genoss die aufgeschlossene Atmosphäre.

    „Jeder Clubabend, auch als Gast, ist eine Inspiration für mich“

    In dieser Zeit begann Roman damit Playlists zu erstellen, früher hätte man das wohl Mixtapes genannt. Doch die Zeit der Tapes war 2014 natürlich schon lange vorbei.
    Im Freundeskreis war Roman dann auch für die Musikauswahl auf Partys und in gemütlichen Runden zuständig.
    Daraus entstand dann der Wunsch die Lieblingsmusik in einem Stück als gemischtes Set anhören zu können. Was dafür noch fehlte, war ein DJ-Controller.
    Roman wollte also einen Kumpel (Tim Tenbohlen) überreden, diesen zusammen zu besorgen. Bei seinem Anruf stellt sich heraus, dass die beiden zur gleichen Zeit die selbe Idee hatten.
    Das Ganze war somit beschlossene Sache und es konnte losgehen.

    Roman und Panopticum

    Eines Tages folgte Roman der Einladung zu einer privaten Geburtstagsveranstaltung eines Mitglieds des Panopticum e.V.

    Durch die dort entstandenen Connections wurde ihm vorgeschlagen, ein DJ-Set im Rahmen des Panopticum-Podcasts aufzunehmen, diesen Podcast gibt’s übrigens hier zum Anhören:

    Danach folgten auch schnell die ersten DJ-Auftritte innerhalb von Panopticum-Veranstaltungen.
    Das brachte ihm viel Erfahrung. Insbesondere zur Anfangszeit profitierte Roman enorm von der Förderung des Panopticum e.V.

    Die erhaltene Wertschätzung zahlt Roman noch immer gerne durch sein Engagement im Verein zurück.
    Von der Ersteinrichtung der Pano.Bar, über den Ausschank an der Bar bis zu Auf- und Abbauarbeiten für Veranstaltungen. Roman bringt sich bis heute im Panopticum ein, wo er kann.

    „Panopticum ist und wird immer ein Teil davon sein wie ich mich entwickelt habe und wie ich mich zukünftig entwickeln werde.“

    Sein Faible zu Vinyl

    Die erste Platte gewann Roman in einem Gewinnspiel, damals hatte er noch nicht einmal einen Plattenspieler, um diese anzuhören.
    Doch dennoch gewann er Gefallen daran, sich mit weiteren, ausgewählten Platten einzudecken.
    Mittlerweile besitzt Roman Platten aus den verschiedensten Bereichen wie u.a. Techno, Minimal, House, Deep House und Breakbeat.

    Ausgewählt werden die Platten insbesondere durch bestimmten Labels, auf welche er sich styletechnisch verlassen kann.
    Hat Roman ein Label entdeckt was seinem Style entspricht, wird dieses von ihm auf jeden Fall auf weitere heiße Releases gecheckt und im Auge behalten.
    Im Allgemeinen wählt Roman seine Platten jedoch nach Gefühl aus.
    „Der Sound sollte unbedingt einzigartig sein und das bestimmte Etwas mitbringen.“
    Sollte es von einem fetten Track mal keine digitale Veröffentlichung geben, wird auch gerne zur Plattenvariante gegriffen.

    Aus Roman’s Plattenkiste #1/3: Ghost Parlour – Kyoto Love Hotel [2018] / Label: RKOD

    Beschreibung des Styles

    Die Plattensammlung, welche oben bereits kurz angerissen wurde, zeigt schon sein breites Musik-Spektrum – und das macht sich auch in seinen Sets bemerkbar.
    Diese bieten immer viel Variation an Musikstilen und immer Tracks mit dem besonderen Etwas.
    Geprägt aus dem Hip-Hop war der samplelastige House nicht weit und so wurde House in Roman praktisch eingepresst (Um in der Plattensprache zu bleiben).

    Aus Roman’s Plattenkiste #2/3: Clear Up – 246 [1995] ‎/ Label: Reel Musiq

    Die Partyreihe „Forgotten Treasures“

    Forgotten Treasures wurde von Roman zusammen mit Alex Feger zu Beginn noch im Café Faust ins Leben gerufen. Dort fand die Party auch noch ein zweites Mal statt.
    Zur dritten Ausgabe ging es dann ins Café Klotz, dort fühlten sich die beiden, sowie auch die Gäste, sehr wohl.
    Dennoch sind die beiden derzeit auf der Suche nach weiteren Locations, welche zum Konzept passen und der Partyreihe eine gewisse Dynamik verleihen sollen.

    Wie es der Name Forgotten Treasures schon sagt, geht es um vergessene, musikalische Schätze.
    Ein bestimmtes Genre liegt dabei nicht im Fokus, eher geht es darum, eine möglichst diverse und gut ausgesuchte Musikauswahl darzubieten.
    Ansonsten wird auf das Wesentliche reduziert. Minimalistische Deko, ohne viel Schnickschnack – denn der Fokus liegt voll auf der Musik.

    Über die Disco & House Szene in Stuttgart

    In letzter Zeit bekommt man im Kessel die Möglichkeit, speziell in diversen Bars, zu Disco und House zu tanzen.
    Allgemein scheint diese Art von elektronischer Musik gerade ein Revival zu erleben und da sich Roman in diesem Gebiet auskennt, mussten wir uns auch darüber unterhalten.

    Allgemein sind wir glücklich über den aktuellen Stand der Szene. Nachdem die letzten Jahre vom „Clubsterben“ geprägt waren, erfährt die Szene derzeit einen gefühlten Aufwärtstrend.

    Kollektive wie Midnight Service oder LOVEit, welche sich unter anderem dem House verschrieben haben, bringen Vielfalt und Variation in die lokale Szene.
    In diesem Zuge wären auch noch Namen wie WEVIEW, delinquent network, DJU – DJU NATION, oder BESIDE zu nennen, welche ebenfalls eine groovige, housige Würze in die Szene streuen.
    Für diese Vielfalt, welche aktuell in Stuttgart geboten wird, können wir uns glücklich schätzen und darauf gilt aufzubauen.

    Aus Roman’s Plattenkiste #3/3: Selfless State – So Inagawa [2013] / Label: Cabaret Recordings

    Roman wünsche ich weiterhin viel Erfolg und Spaß an der Musik. Wer ihn noch nicht live gehört hat sollte sich das unbedingt mal geben.
    Sobald es Neuigkeiten zu kommenden Gigs gibt, erfahrt ihr das über Gut’s Nächtle oder über die

    

    Chris

    Online-Redakteur, Administrator

    Szene-Aktivist. Geprägt von vielen positiven Partyerlebnissen, sowie reichlich guter Musik, geht es nun darum, der Szene etwas zurück zu geben.